Shitstorm

Jan 4th

2013

CategoryGepostet in Allgemein

Handzahm_shitstormDas neue Jahr hat voll begonnen und ich erfreue mich immer noch an den Highlights des letzten Jahres. Die Schweiz hat das Wort Shitstorm zum Wort des Jahres 2012 gewählt. Wir Deutsche haben den Begriff 2011 immerhin zum Anglizismus des Jahres 2011 erhoben. Der Duden verspricht dem Shitstorm-Opfer einen „Sturm der Entrüstung in einem Kommunikationsmedium des Internets, der zum Teil mit beleidigenden Äußerungen einhergeht“ (Duden, aufgerufen am 04.01.2013, http://www.duden.de/rechtschreibung/Shitstorm).
Noch ganz benebelt von den biblischen Versen der Weihnachtslieder der vergangenen Tage, kam mir da die erstaunliche Erkenntnis – das mit dem Shitstorm ist ja gar nichts Neues. Das konnte Gott ja schon vor langer Zeit. Die Autoren der Bibel hatten das schon fleißig im damaligen Analog Blog geposted, so der Kollege Jona (1, 1-12), der berichtete, dass Gott mal schnell einen Sturm schickte, als der Jonas ungehorsam war. Das mit dem Storm machte Gott damals allgemein gern, wenn da die Kollegen unsauber arbeiteten. Wer im Religionsunterricht aufgepasst hat, erinnert sich an Hiob und Isaiah. Aber Gott war auch ganz fair und hat den Sturm dann meistens wieder in Stille verwandelt (Psalm 107, 23-32). Und das mit der Stille passiert beim digitalen Shitstorm sogar ganz von selbst. Er prasselt nieder und die digitale Sturmgemeinde zieht danach zügig zur nächsten Shitstorm-Location weiter.

Shitstorm ganz oben

Bisher sturmfreie Bude hatte der ranghöchste Mitarbeiter von Gott, unser Benedikt. Ich wünsche ihm sehr, dass dies so bleibt, denn mit über 1 Mio Followern bei Twitter (Twitter @Pontifex_de), ist die Stille der Follower nicht für alle Ewigkeit garantiert.